Heimspiel in der Waldsiedlung: fast 80 Stände an einem Sonntag
Am Sonntag, den 4. Oktober 2026, wurde die Schlebuscher Waldsiedlung wieder zum Hofflohmarkt. Fast 80 Stände in Einfahrten, Vorgärten und Garagen, dazu Herbstsonne und volle Straßen: Für mich ist dieser Termin jedes Mal etwas Besonderes, denn ich wohne selbst hier.
Bei den meisten Hofflohmärkten bin ich als Besucher von außen unterwegs. In der Waldsiedlung laufe ich durch meine eigene Nachbarschaft, und das fühlt sich anders an. Entsprechend gespannt war ich, wie der Tag wird. Um es vorwegzunehmen: Er hätte kaum besser laufen können.

Ein Sonntag wie gemacht für den Hofflohmarkt
Das Wetter hat von Anfang an mitgespielt. Die Sonne schien den ganzen Tag, ohne dass es heiß wurde, also genau die Temperatur, bei der man gern ein paar Stunden von Einfahrt zu Einfahrt zieht. Das hat man auf den Straßen gesehen: Es waren richtig viele Menschen unterwegs, zu Fuß, mit Bollerwagen und mit Kinderwagen. Die Stimmung war entspannt und fröhlich, und man hat vielen angemerkt, wie froh sie waren, an so einem Tag draußen zu sein.
Dass der Markt an einem Sonntag stattfand, war dabei kein Zufall. Als wir im September 2025 über den Hofflohmarkt in der Waldsiedlung berichtet haben, war das noch ein Samstag, denn sonntags waren Hofflohmärkte in Leverkusen damals nicht erlaubt. Seit Februar ist das anders, und der Tag in der Waldsiedlung hat gezeigt, wie gut der Sonntag zu einem Hofflohmarkt passt: Die Leute haben Zeit und lassen sich auch Zeit.

Kaffee, Waffeln und Würstchen aus der Lok
Ein Hofflohmarkt lebt nicht nur von dem, was auf den Tischen liegt. In der Waldsiedlung haben sich viele Nachbarn auch ums leibliche Wohl gekümmert, mit erstaunlich viel Aufwand und überall gegen eine Spende. Ich habe unterwegs einen Kaffee aus einer richtigen Barista-Maschine getrunken, frische Waffeln gegessen und Würstchen von einem Holzkohlegrill, der wie eine Dampflok gebaut ist. Um die Lok herum war einiges los, und so wurde aus einem Stand ganz nebenbei ein Treffpunkt.

Besonders gefreut hat mich ein Stand mit Kaffee und Kuchen. Neben dem Kuchenteller lehnte unser Plakat am Zaun, daneben standen ein Stapel Servietten und eine Spendendose, und wer vorbeikam, durfte zugreifen. Solche Gesten machen für mich den Unterschied zwischen einem Flohmarkt und einem Nachbarschaftsfest aus.

Was auf den Tischen lag
Auf den Tischen selbst lag all das, was sich in Kellern und Kinderzimmern über die Jahre ansammelt: Kleidung, Bücher, Spiele und Spielzeug. Mein Favorit war eine Hüpfkuh für 4 Euro, vor der ein Zettel mit der Aufschrift „Auf mir kann man hüpfen“ lag. Viel besser kann man ein Verkaufsargument nicht auf den Punkt bringen.

Und im Frühjahr wieder
Am meisten in Erinnerung bleibt mir, wie herzlich wir überall empfangen wurden. Egal an welchem Stand wir stehen geblieben sind, die Leute haben sich gefreut, uns zu sehen, und fast jedes Gespräch endete mit demselben Wunsch: Im Frühjahr soll es wieder einen Hofflohmarkt in der Waldsiedlung geben. Deutlicher kann man es uns kaum sagen.
Fast 80 Stände kommen nur zusammen, wenn viele Nachbarn mitmachen, einen Stand aufbauen, Plakate aufhängen und anderen davon erzählen. Danke an alle, die dabei waren, ob hinter dem Tisch oder davor.
Du willst wissen, wann der nächste Hofflohmarkt in deiner Nähe stattfindet, oder selbst einen in deine Straße holen? Dann schau auf www.hoffloh.de oder hol dir direkt die App.





